Kühbauer: "War von LASK-Anfrage überrascht!"

Kühbauer: Foto: © GEPA
 

Nicht wenige Kenner des österreichischen Fußballs waren überrascht, als am vergangenen Montag erstmals das Gerücht aufkam, Dietmar Kühbauer würde als neuer LASK-Coach ante portas stehen.

Wenige Stunden später wurde die Rapid-Ikone dann tatsächlich in der Stahlstadt vorgestellt - und die Verwunderung in Fußball-Österreich, aber auch die kritischen Stimmen aus der Linzer Anhängerschaft wurden nicht weniger.

Auch Kühbauer selbt muss gegenüber "Sky" zugeben, von der Anfrage der einst so verfeindeten Linzer auf dem falschen Fuß erwischt worden zu sein.

"Wie der Sportdirektor angerufen hat, war ich schon überrascht. Andererseits ist man gerne Trainer, auch der LASK hat sich was dabei gedacht. In den Gesprächen ist dann eine gute Energie entstanden und ich glaube, es war dann wirkliche eine gute Entscheidung für beide Seiten - ich hoffe, dass ich mich nicht irre", verrät der 51-Jährige.

"Mannschaft ist wichtiger als meine Person"

Provokante Gesten Richtung Linzer Fans, Dispute mit Trainern der Oberösterreicher und Stichelein gegen die Klubführung der Stahlstädter - Kühbauer ließ in der Vergangenheit kaum eine Gelegenheit aus, seine Ungunst gegenüber des LASK öffentlich zur Schau zu stellen.

"Was mal war, kann man nicht mehr ändern. Aber ich bin vom Verein gut aufgenommen worden. Wenn der ein oder andere ein Problem mit mir hat, will ich es schaffen, dass wir die beseitigen", ist sich der ehemalige Rapid-Coach bewusst, dass es einige Scherben aufzukehren gibt.

Die LASK-Fans haben all die Provokationen nicht vergessen und reagierten entsprechend entsetzt auf die Präsentation des neuen LASK-Coachs. Wie Kühbauer die Linzer Anhängerschaft nun ins Boot holen möchte?

"Das geht nur mit Siegen. Die Mannschaft ist wichtiger als meine Person. Für manche polarisiere ich, das ist in Ordnung. Ich werde versuchen, alles reinzulegen, aber die Jungs sind wichtiger als ich."

"Will jeden LASK-Fan auf meine Seite bringen"

Pfiffe oder Unmutsbekundungen blieben in Pasching am Samstag, beim Debüt Kühbauers an der Seitenlinie gegen den TSV Hartberg (Spielbericht>>>), genau so aus, wie ein von einem oberösterreichischen Medium befürchteter Platzsturm. Unbelastet wird das Verhältnis zwischen dem Burgenländer und der Linzer Anhängerschaft dennoch so schnell nicht sein, dem ist sich auch Kühbauer bewusst:

"Es ist schwierig, weil irgendeiner wird dich nie verstehen. Aber ich werde trotzdem versuchen, jeden - und da meine ich wirklich jeden - LASK-Fan auf meine Seite zu bringen."

Kühbauers Aufgabe ist es aktuell, den LASK schnell wieder in alte, erfolgreichere Gewässer zu schiffen. Auch die Teilnahme am Europacup ist für die Stahltstädter noch möglich, dann wären auch viele Fans schnell in Kühbauers Boot.

Kühbauer übernimmt Klub, "der wirklich gut dasteht"

Ein toller Koeffizient im Europacup, die im Februar 2023 anstehende Eröffnung des neuen, hochmodernen Stadions auf der Gugl und ein frenetischer Anhang - beim LASK wären alle Voraussetzungen für den Erfolg gegeben.

Auch Kühbauer erkennt dieses Potenzial in seinem neuen Arbeitgeber: "Ich glaube, dass das ein Klub mit Ambitionen ist, ein Klub, der wirklich gut dasteht. Ich arbeite gerne mit Mannschaften. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder in die Erfolgsspur kommen werden."

Wer weiß, vielleicht sorgt Kühbauer noch für die ein oder andere positive Überraschung in Linz - zuzutrauen wäre es ihm allemal.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE..