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Schmid: "Denke, man muss beide Elfer geben"

Manfred Schmid ist nach dem Sehen der TV-Bilder bei "Sky" höchst erstaunt:

Schmid: Foto: © GEPA

18:45 Ortszeit. Klagenfurt.

Thorsten Mahrer geht im Austria-Strafraum zu Boden, Marvin Martins trifft den Klagenfurter bei einem Klärversuch in der 86. Minute klar an der Wade. Schiedsrichter Hameter zeigt nach dem Studium der TV-Bilder auf den Punkt, Andy Irving stellt für die Kärntner auf 3:3.

Zwei verlorene Punkte? Frust? Manfred Schmid lässt das relativ kalt. "Am Ende denke ich, dass es gerecht ist. Wenn man so knapp vor dem Schlusspfiff das Gegentor bekommt, ist es natürlich trotzdem sehr bitter", gesteht der Austria-Coach dann doch ein.

"Das musst du ruhiger zu Ende spielen"

"Es war heute definitiv kein spielerisches Highlight von uns, aber dafür, dass wir gerade erst aus Istanbul kommen, war die Leistung in Ordnung", zieht der Trainer der Wiener eine gemischte Bilanz. Kein Wunder. Schließlich wird die Austria durch zwei frühe Gegentreffer (3., 46.) zu Beginn beider Halbzeiten zweimal ganz kalt erwischt.

"Es ist nur schade, dass wir in beiden Halbzeiten früh in Rückstand geraten. Das sind einfache Gegentore, die du so nicht bekommen darfst", ärgert sich der Austria-Coach.

Trotzdem geben die Favoritner die Partie schlussendlich noch aus der Hand. Braunöder (45.+4) und Ranftl (53.) bringen die "Veilchen" zweimal zurück in die Partie, durch Can Keles gelingt in der 76. Minute sogar die komplette Wende. "Das musst du ruhiger zu Ende spielen", weiß Schmid.

"Hoffe nicht, dass der VAR wegen Pacult stumm bleibt"

Doch schon zuvor, in der 68. Minute, gibt es auf der entgegengesetzten Seite des Felds eine ähnliche Situation wie kurz vor Ende der Partie. Andreas Gruber wird ausgerechnet von Thorsten Mahrer, allem Anschein nach regelwidrig, am Abschluss gehindert.

"Jetzt, wo ich es sehe, ist es ein klarer Elfmeter. Mahrer trifft nur den Gegenspieler", so Schmid nach dem Schlusspfiff bei "Sky". Angesprochen auf sein Gegenüber Peter Pacult kann sich der Austria-Trainer einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Ich hoffe nicht, dass der VAR deswegen stumm geblieben ist, weil Peter Pacult ihn immer wieder kritisiert und man sich nicht mehr traut eine Entscheidung gegen ihn zu treffen."

Am Elfmeterpfiff von Hameter, der die Austria am Ende zwei Punkte kostet, hat Schmid jedoch nichts auszusetzen. "Ich denke, die zweite Situation kann man auch geben. Ist sehr hart, macht der Gegenspieler natürlich sehr geschickt. Wir müssen uns da besser anstellen. Ich bin der Meinung, dass du beide Elfmeter geben kannst und unseren geben musst", betont der 51-Jährige.

Pacult unzufrieden: "Sind einfach zu brav"

Einiges mehr auszusetzen hat Klagenfurt-Trainer Peter Pacult, jedoch nicht am Ergebnis, sondern am kämpferischen Auftritt seiner Schützlinge.

"Wir sind in den Zweikämpfen einfach zu brav. Da fehlt uns die Dynamik, diese Härte da dagegen zu halten, dass du gewisse Bälle gewinnst", ärgert sich der Trainer-Routinier.

Trotz allem habe man jedoch, wie schon so oft in dieser Saison, eine gute Leistung auf den Platz gebracht. Und dieses Mal sogar mit Hilfe des VAR einen Punkt gewonnen. Verkehrte Welt im Hause Pacult.

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