FAK: So funktioniert der Investoren-Deal

FAK: So funktioniert der Investoren-Deal
 

„Das ist der Beginn einer neuen Ära!“, jubelt Austria-Präsident Frank Hensel.

Tatsächlich ist den Wiener Violetten bei der Generalversammlung am Montagabend ein Schritt aus ihrer überaus brenzligen finanziellen Lage gelungen.

Die Vereinsmitglieder haben, abgesehen von einer Handvoll Enthaltungen, einstimmig dem Investorenvertrag zugestimmt. 40 Prozent der AG-Anteile gehen für rund zehn Millionen Euro an die „Viola Investment GmbH“.

Jürgen Werner, Neo-Investor, atmet auf: „Ich bin sehr glücklich und auch überrascht, dass das wirklich einstimmig passiert ist.“

Die 17 Investoren

Insgesamt 17 Personen umfasst die Investorengruppe.

Es handelt sich um: Michael Adler, George Alaba, Björn Bezemer, Stephan Braunegg, Raimund Harreither, Frank Hensel, Peter Kroha, Peter Langer, Karl Pisec, Peter Podsedensek, Sebastian Prödl, Rudi Rappel, Andreas Sadlo, Wolfgang Speiser, Leo Vogel, Martin Schlaff und Jürgen Werner.

Doch damit nicht genug, wurde auch dem Verkauf von 10,1 Prozent weiterer Anteile zugestimmt. Der Investoren-Vertrag sieht das in zwei Schritten vor.

Zunächst sollen 9,9 Prozent veräußert werden. „Wir versuchen, die restlichen 9,9 Prozent so schnell wie möglich an den Mann zu bringen“, sagt Werner. Gespräche habe es bereits gegeben, versichert Hensel.

Die finalen 0,2 Prozent der Anteile

Die finalen 0,2 Prozent können aktuell nicht verkauft werden, da die Bundesliga-Statuten vorsehen, dass der Verein eine einfache Mehrheit behält.

Aktuell beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe der Bundesliga mit einem eventuellen Kippen der 50+1-Regel. Hensel erwartet zwar „in absehbarer Zeit“ den Abschlussbericht dieser Arbeitsgruppe, dass die 50+1-Regel so schnell fällt, damit rechnet er aber nicht: „Ich glaube, das ist noch in weiter Ferne und der Ausgang offen.“

Die Austria hätte im Fall der Fälle jedenfalls das Vorkaufsrecht auf diese 0,2 Prozent, hat es also weiterhin selbst in der Hand, die Mehrheit an Investoren abzutreten.

Die Investoren organisieren sich nun in einer GmbH. Hensel erklärt, was das in der Praxis bedeutet: „Das Management gibt es wie bisher. Das Management wird über die Gremien geführt. Ein weiterer Teil dieser Gremien ist die Viola Investment GmbH.“

An der Zusammensetzung der FAK-Führung ändert sich derzeit noch nichts. Sobald seine Funktionssperre aber abgelaufen ist, wird Werner aller Voraussicht nach den Posten des Sportvorstands übernehmen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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