LASK-Aus "sinnbildlich für ganze Saison"

 

Seit Montag ist es offiziell: Die kommende Europacup-Saison wird ohne den LASK stattfinden.

In den vergangenen Jahren noch beständiger Vertreter des österreichischen Fußballs auf der europäischen Bühne, schafften es die Linzer in dieser Saison nicht, einen der begehrten Europacup-Plätze zu erobern.

Schon von Saisonbeginn weg war klar, dass sich der LASK einen internationalen Startplatz hart erarbeiten werden muss.

Mit Dominik Thalhammer, Andreas Wieland und Dietmar Kühbauer pflügte man sich durch drei Trainer, nur um die Meistergruppe zu verpassen, teilweise sogar um den Abstieg zu zittern, mit viel Mühe das Europacup-Playoff zu erreichen und dort letztlich auch noch in der ersten Runde auszuscheiden.

Mit einer ernüchternden 1:2-Niederlage im Playoff-Halbfinale gegen die WSG Tirol (Spielbericht >>>) endete die Saison der Linzer letzten Endes.

Goiginger: "Das ist traurig"

"Das ist traurig", erklärt Thomas Goiginger nach dem Spiel vor dem "Sky"-Mikrofon. "Das heutige Spiel war sinnbildlich für die ganze Saison. Es ist sehr bitter. Wir haben die mitgereisten Fans wieder einmal nicht belohnen können. Das tut mir sehr leid. Es ist schwierig in Worte zu fassen."

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Mit einem Trainerwechsel - weg von Andreas Wieland und hin zu Didi Kühbauer versuchte man, das Ruder spät in der Saison doch noch rumzureißen - letztlich vergebens. Die erhoffte Trendwende kam nicht, zu unkonstant waren die Leistungen.

So auch am Montag, als man die erste Halbzeit komplett verschlief. "Ich denke, dass wir eine erste Hälfte gespielt haben, die meiner Mannschaft einfach nicht entspricht", ärgert sich Kühbauer.

Kühbauer: "Wattens nicht besser, sondern mit mehr Herz"

"Die Wattener haben nicht großartig, sondern mit mehr Herz gespielt, was man in so einem Playoff-Spiel machen muss. Das haben wir vermissen lassen", erklärt der Burgenländer. So sei man auch "verdient in Rückstand geraten."

Warum sich der LASK in Halbzeit eins nicht zufrechtfand, kann sich Kühbauer nicht erklären: "Ich bin davon ausgegangen, dass wir heute ein gutes Spiel machen werden, weil ich noch immer der Meinung bin, dass wir die besseren Spieler haben, die bessere Mannschaft sind."

"Aber wie man gesehen hat, sagt das gar nichts aus. Das Resultat zählt und da hat Wattens eben das eine Tor mehr geschossen. Dadurch sind sie weitergekommen", sagt Kühbauer, der aber trotzdem klarstellt: "Wattens ist verdient aufgestiegen. Nicht, weil sie die besseren waren, sondern weil sie mehr Herz reingelegt haben."

In Halbzeit zwei sah Kühbauer seine Mannschaft zwar klar im Vorteil, am Ende fehlte aber die Durchschlagskraft. Vor allem das Fehlen von Keito Nakamura habe den Athletikern sehr geschadet, wie der Burgenländer meint.

Kühbauer-Garantie für kommende Saison

Was sich nun ändern muss? Kühbauer hat ein paar Ansätze, wie es beim LASK wieder bergauf gehen soll. Vor allem an der Physis müsse an ein paar Schrauben gedreht werden.

"Ich denke, dass die Burschen schon gezeigt haben, dass sie Fußballspielen können, aber Fußball ist auch ein Zweikampfsport. Wenn man die Zweikämpfe nicht annimmt, dann kannst du noch so gut Fußballspielen", so der LASK-Coach. "Da müssen wir hin, dass wir die Balance finden zwischen Zweikampfstärke, die immer gefragt ist, aber auch spielerischen Elementen."

Solche Halbzeiten, wie die erste gegen die WSG Tirol, sollen in der kommenden Saison der Vergangenheit angehören. "Das kann ich garantieren, dass das nächstes Jahr nicht so sein wird. Nächstes Jahr sind wir garantiert schärfer", verspricht Kühbauer.

Eine Garantie gibt es auch, dass man sich künftig nicht mehr mit der Qualifikationsgruppe rumschlagen müsse: "Ich bin überzeugt, dass wir nächstes Jahr eine gute Mannschaft haben, das obere Playoff garantiert ansteuern. Die Jungs werden mitarbeiten, dass wir dieses Ziel erreichen. Das werden wir garantiert schaffen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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