Endstand
2:0
1:0, 1:0
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Sabitzer traf, um keinen Ärger zu bekommen

Der Schütze des ersten ÖFB-Treffers erfüllte einen "Auftrag". Christoph Baumgartner wiederum traf bei seinem Tor schlichtweg eine richtige Entscheidung.

Sabitzer traf, um keinen Ärger zu bekommen Foto: © GEPA

Man muss ja nicht gleich für Jahrzehnte narrisch werden, aber dass Marcel Sabitzer und Christoph Baumgartner auch in Jahren noch auf ihre Tore gegen Deutschland angesprochen werden, ist zumindest nicht unwahrscheinlich.

Die beiden Deutschland-Legionäre stellten den rot-weiß-roten 2:0-Sieg in diesem Prestige-Duell sicher - zumindest Sabitzer blieb auch gar nichts anderes übrig, als zu treffen.

"Meine Frau hat mir vor dem Spiel noch geschrieben, dass ich ein Tor schieße. Dem wollte ich natürlich gerecht werden. Ich will ja nicht Ärger zu Hause bekommen, deswegen habe ich es natürlich für sie geschossen - logisch", berichtet der Dortmund-Kicker.

Fußball-Österreich hat sich jedenfalls mitgefreut bei diesem sehr überlegten Abschluss.

Tah erfüllt Sabitzers Hoffnung

"Es ist ja oft so, wenn du nach innen gehst, dass du ins lange Eck schießt", meint Sabitzer, dessen Hoffnung es war, Gegenspieler Jonathan Tah zu einem langen Schritt zu bewegen, um durch seine Beine in die kurze Ecke abzuschließen:

"Das hat er zum Glück gemacht. Schon als der Ball vom Fuß weggegangen ist, hat es sich gut angefühlt."

Letztlich war es eine schöne Einzelaktion. Der finale Pass einer wunderbaren Kombination ist von Baumgartner gekommen, der sich somit auch ein Assist gutschreiben darf.

Man darf davon ausgehen, dass auch der Leipzig-Legionär ein gutes Gefühl hatte, nachdem der Ball vom Fuß wegging.

Baumgartners gute Entscheidung

"Der Lupfer wird oftmals als lässig betrachtet oder ist negativ behaftet, aber in manchen Situationen ist es einfach eine sehr gute Variante."

Christoph Baumgartner

"In dieser Situation war der Chip eine gute Entscheidung - und die Ausführung war auch gut", betont der Niederösterreicher, der konkretisiert:

"Der Lupfer wird oftmals als lässig betrachtet oder ist negativ behaftet, aber in manchen Situationen ist es einfach eine sehr gute Variante, weil viele Torhüter runter in eine Block-Stellung gehen. Da macht es Sinn, wenn man den Ball halbwegs sauber auf eine gewisse Höhe bringt  - vor allem bei der Distanz, die ich zum Tor hatte, weil der Ball dann noch die Zeit hatte, sich zu senken."

Baumgartner empfindet "tatsächlich Stolz", weil es etwas Besonderes sei, Deutschland zu schlagen:

"Da brauchen wir nicht drumherum reden. Das hat man schon die ganze Woche gemerkt. Auch von euch ist fast jede Frage in Richtung dieses Spiels gegangen, obwohl wir davor noch ein Bewerbsspiel hatten. Da haben wir alle gemerkt, was dieses Spiel der ganzen Nation bedeutet."

Ein, zwei Sprüche in Dortmund und Leipzig

Und logischerweise bedeutet es auch den in Deutschland tätigen ÖFB-Kickern einiges.

"Es wird den einen oder anderen Spruch geben, das werde ich mir nicht verkneifen", kündigt Baumgartner an, von dem man allerdings auch nicht erwartet hätte, dass er seine Leipzig-Kollegen komplett verschont.

Auch Sabitzer erwartet, dass die Rückkehr in die Dortmund-Kabine nun "angenehmer" werde:

"Sonst hätte ich wahrscheinlich ein, zwei Sprüche abbekommen. Die wird es jetzt von meiner Seite geben. Aber wir haben in Dortmund genug Themen, wo wir uns verbessern müssen, deshalb wird es kein großes Thema werden."

@laola1 Kurz nach der Halbzeitpause beim Stand von 1:0 für 🇦🇹 geraten Philipp Mwene und Leroy Sané aneinander, wobei dem Bayern Star die Sicherungen durchbrennen und er nach einer Tätigkeit mit glatt Rot vom Platz gestellt wird! 😳🟥 Mittlerweile hat sich der Deutsche bei seiner Mannschaft und den Fans für den Aussetzer entschuldigt.🫣 Wie beurteilt ihr die mitunter spielentscheidende Szene? 🤔⚽️ #laola1 #l1 #wirlebensport #fußball #testspiel #oefb #deutschland #österreich #mixedzone #leroysane #philippmwene #platzverweis #interview ♬ Originalton - Laola1.at das Sportportal


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