Foda: Darum spielte Lindner statt Bachmann

Foda: Darum spielte Lindner statt Bachmann
 

Nach knapp zweieinhalb Jahren Pause bestritt Heinz Lindner beim 4:1-Erfolg gegen Moldawien wieder ein Länderspiel für Österreich.

Dass die frühere ÖFB-Nummer-eins die aktuelle Nummer eins Daniel Bachmann in dieser Partie vertrat, lässt sich auch mit Überlegungen im Hinblick auf die Playoffs im März begründen.

"Daniel war gelbvorbelastet. Deshalb haben wir die Möglichkeit wahrgenommen, mit Heinz Lindner im Tor zu spielen. Darüber haben wir mit Daniel am Tag davor gesprochen", klärt Teamchef Franco Foda auf.

Einerseits wollte man verhindern, dass Bachmann sich eine weitere Gelbe Karte abholt und somit im ersten Playoff-Duell, das fix auswärts stattfindet, ausfällt.

Andererseits wollte man im Hinblick auf diese Gefahr auch Lindner wieder einmal ÖFB-Spielpraxis geben.

"Denn es kann ja auch sein, dass Daniel im ersten Playoff-Spiel eine Gelbe Karte kriegt, dann ist er für das zweite Spiel gesperrt", so Foda.

Gegentor ärgert Lindner

Lindner wieder einmal ein Signal der Wertschätzung zu geben, ist womöglich auch kein Fehler. Schließlich muss Bachmann erst seine Situation bei Watford verbessern, während der Basel-Legionär mit seinem Arbeitgeber die Schweizer Super League anführt.

"Ich habe mich sehr gefreut, dass ich wieder einmal die Möglichkeit bekommen habe, für mein Land aufzulaufen", erklärt Lindner nach seinem 29. Länderspiel.

Mit dem Sieg ist der 31-Jährige naturgemäß glücklich, das Gegentor sei jedoch ein kleiner Wermutstropfen: "Es war die einzige Situation des Gegners auf unser Tor. Und dann gleich eine Eins-gegen-Eins-Situation, in der er Raum, Zeit und Platz hat und sich überlegen kann, wo er hinschießt. Ich habe versucht, mich groß zu machen und den Ball zu halten. Das ist mir leider nicht gelungen."

Nun gilt seine Konzentration wieder dem FC Basel: "Mein Ziel ist, da weiterzumachen, wo ich aufgehört habe. Ich bin in sehr guter Form. Wir sind mit Basel am ersten Platz, den wollen wir festigen und ausbauen."

Foda hält Gelb-Regelung für "Wahnsinn!"

Eigentlich ist Bachmann als Stammkeeper gesetzt, aber im Fußball geht es bekanntlich oft schnell. Dies musste auch Lindner im Herbst 2019 erleben, als er aufgrund seiner vorübergehenden Vereinslosigkeit nicht mehr ins Nationalteam einberufen wurde und andere Goalies die Chance nutzten, sich zu etablieren.

Dass ihm nun die Gelb-Regelung der FIFA hilft, wird ihn nicht stören. Foda wiederum kann damit genau gar nichts anfangen: "Das ist ein Wahnsinn! Dass man die Gelben Karten aus den zehn Spielen mitnimmt, ist eine Wettbewerbsverzerrung."

Der Teamchef verweist darauf, dass Mitglieder von Fünfer-Gruppen nur acht Quali-Spiele und somit weniger Chancen hatten, Gelbe Karten zu kassieren.

"Das ist nicht gerecht. Ich hoffe, sie überdenken das noch mal bei der FIFA. Wir hatten ja auch noch andere vorbelastete Spieler wie Dragovic, Grillitsch und Sabitzer. 'Grillo' und Dragovic habe ich aus diesem Grund auch ausgewechselt."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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