Vielversprechender DTM-Test der Österreicher

Vielversprechender DTM-Test der Österreicher Foto: © getty
 

Die DTM feiert am kommenden Wochenende (29.4. bis 1.5.) in Portimao den Saison-Auftakt. Beim Vorab-Test an selber Stelle machten die Österreicher eine gute Figur.

Dabei stach vor allem Thomas Preining hervor, er absolvierte wie Philipp Eng und Clemens Schmid beide Testtage, Lucas Auer musste hingegen am Dienstag passen.

Der unter italienischer Lizenz fahrende Wiener Mirko Bortolotti, sowie die Wahl-Österreicher Nicki Thiim, René Rast und der in Salzburg geborene David Schumacher lagen nach dem Test-Abschluss quer im Feld verteilt.

Der amtierende DTM-Champion Maximilian Götz haderte im Winward-Mercedes hingegen an beiden Tagen. Auch Sebastien Loeb stieg ins Auto.

Preining vor Bortolotti und Co.

Preining startete im Bernhard-Porsche gut in den Test-Dienstag und lag als erster Verfolger nur 0,085 Sekunden hinter dem Tagessieger Ricardo Feller im Abt-Sportsline-Audi (1:41,573).

Gleichzeitig setzte er die absolut schnellste Zeit im zweiten Sektor (31.980), die von Nico Müller im Rosberg-Audi (31.925) am Mittwoch geschlagen wurde.

Am Mittwoch (Tagesschnellster Dennis Olsen/1:41,378) entpuppte sich der Linzer als Fünftschnellster (+0,364), belegte aber zeitentechnisch die beste Endplatzierung im Österreicher-Schnitt (3,5).

Der 23-Jährige absolvierte insgesamt 109 Runden und spulte eine Distanz von ca. 511 Kilometern auf der 4,6 Kilometer langen Strecke in Portimao ab.

Bortolotti landete im Grasser-Lamborghini am ersten Testtag noch auf Rang neun (+0,403), verbesserte sich aber an Tag zwei auf eine Zeit von 1:41.771 Minuten (+0,393) und war damit Sechstschnellster. Der Wiener absolvierte eine Distanz von 465 Kilometern, verteilt auf 99 Runden.

Gegenüber "Sportcar365.com" erklärte der 32-Jährige am Dienstag auch die Position des steirischen Grasser Racing Teams: "Das Team ist nach einer reibungslosen Off-Season definitiv bereit für das DTM-Debüt", schließlich seien alle "fokussiert."

Eng im Schubert-BMW spulte einen soliden Dienstag ab und wurde Sechster (+0,360). Am Mittwoch kam er nicht über Platz 20 hinaus (1:42,252 Minuten), kam aber auch nur auf 33 Runden.

Zum Vergleich: Am Dienstag umrundete der Salzburger den portugiesischen Kurs 61 Mal, also beinahe doppelt so oft.

Auer nur an Tag zwei dabei

Auer ließ auf eigenen Wunsch (Genesung) den ersten Testtag aus, stieg aber am Mittwoch in den Winward-Mercedes und war schnell genug für Rang 15 (+0,,715). Der Berger-Neffe absolvierte allerdings nur 16 Runden, die magere 75 Testkilometer in Portiamo bedeuteten.

Bortolotti-Teamkollege Schmid belegte noch am Dienstag Rang zwölf (+0,481), rutschte aber am Mittwoch auf Position 24 (+1,023) ab. Nach zusammengerechneten 100 Runden war auch für den Tiroler Feierarbend.

Wahl-Bregenzer Rast setzte an Tag eins als Zehntschnellster (+0,421) seine persönlich beste Runde. Am Mittwoch drang der dreifache DTM-Champion mit einer 1:42,023 Minuten (+0,645) knapp nicht in die 41er-Marke vor, spulte dafür aber an beiden Test-Terminen eine Distanz von 73 Runden ab.

Der in Salzburg ansässige Thiim, Sohn der dänischen Rennfahrerlegende Kurt Thiim, legte am Dienstag mit Platz sieben (+0,367) den Grundstein und war am Mittwoch (+0,312) als Dritter der schnellste mit Österreich in Verbindung stehene Pilot.

Fehlt mit diesem Vorzeichen noch Schumacher, Neffe der F1-Legende Michael. Der letzte Test verlief für den in Salzburg geborenen 20-Jährigen durchwachsen. Lediglich am Mittwoch kratzte er als 21. an den Top 20 (+0,943). Der Auer-Teamkollege spulte insgesamt 94 Runden ab.

Was machte Meister Götz?

Der Vorjahres-Meister Götz, der wie Auer und Schumacher bei Winward fährt, verpasste sowohl am Dienstag (+0,893) als auch am Mittwoch (+0,664) die Top-Zeiten klar, umrundete die Berg- und Talfahrt von Portimao auch nur 79 Mal.

Der Norweger Olsen (1:41,378) holte im SRR-Porsche neben dem Tagessieg am Mittwoch auch zur absolut schnellsten Testzeit aus. Die Südafrikaner Sheldon (1:41,919/Dienstag) sowie Kelvin van der Linde (1:42,045/Dienstag) markierten im Schubert-BMW bzw. Abt-Sportsline-Audi passable Zeiten.

Auch Olsen-Teamkollege Laurens Vathoor (1:41,822/Mittwoch) war zügig unterwegs, ihm fehlten unterm Strich aber 0,444 Sekunden auf den 26-Jährigen.

Rallye-Legende Sebastien Loeb (1:42,990/Mittwoch) kam aufgrund der Cockpit-Teilung mit Nick Cassidy (1:42,513/Dienstag) nur am zweiten Testtag zum Einsatz und drehte 54 Runden.

Marco Wittmann im Walkenhorst-BMW sorgte mit einem Abflug in seiner 16. Runde am Mittwoch für eine rote Flagge.

BoP-Änderung vor Portimao-Test

Zusammen mti der AVL schraubte die DTM nach dem Hockenheim-Test an der Balance of Performance (BoP) der Fahrzeuge.

So wurde der Audi R8 LMS GT3 Evo II um 15 Kilogramm (1.310 kg) leichter, erhielt dafür aber einen kleineren Restriktor - 2x38 mm statt 2x39.5 mm.

Bei BMW durfte der M4 GT3 ganze fünf Kilogramm (1.310 kg) abspecken. Der Ladedruck von 2.882 bar blieb unverändert.

Ferrari war der dritte Hersteller, der mit dem 488 GT3 Evo eine Korrektur erlebte: 1.295 statt bisher 1.280 Kilogramm, dafür erhielt der Turbolader einen Zuschuss von 0,011 bar (1,615 bar).

Der Mercedes-AMG GT3 (1.325 kg bei einem 2x36 mm-Restriktor), Lamborghini Huracan GT3 Evon (1.295 kg bei einem 2x41 mm-Restriktor) und der Porsche 911 GT3 R (1.275 kg bei einem 2x48 mm-Restriktor) blieb hingegen unverändert.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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