Ex-Weltmeister beleidigt Hamilton rassistisch

Ex-Weltmeister beleidigt Hamilton rassistisch Foto: © getty
 

Der dreifache Formel-1-Weltmeister Nelson Piquet sorgt für Negativschlagzeilen nach einer rassistischen Äußerung gegenüber Lewis Hamilton.

Piquet, seinerseits Champion der Jahre 1981, 1983 und 1987, ist für einen Eklat durch ein Interview mit "Motorsports Talk" in seiner Heimat Brasilien verantwortlich. Denn der Vater von Kelly Piquet (Lebensgefährtin von Max Verstappen, Anm.) beschimpft den siebenmaligen Weltmeister Hamilton (Mercedes) als "Nigger."

Seinen sprachlichen Aussetzer liefert er während der Diskussion mit dem Moderator, als das Silverstone-Rennen 2021, bei dem Hamilton und Verstappen (Red Bull) in der Copse-Kurve kollidierten, zum Gesprächsthema wird.

"Der Nigger hat sein Auto reingestellt"

Auf die Frage, welchen Vergleich er zwischen den Senna-Prost-Unfällen in den Jahren 1989 und 1990 und dem Hamilton-Verstappen-Crash 2021 zieht, antwortet der 69-Jährige: "Der kleine Nigger (sic!) hat das Auto in der Copse-Kurve auf die Innenbahn gestellt und es dort gelassen", wird er von "Motorsport-Total.com" zitiert.

"Senna hätte die erste Kurve beim Suzuka-GP 1990 niemals gekriegt. Er ging da rein mit der Einstellung: Den schieße ich raus. Aber der Nigger (sic!) hat sein Auto in die Copse-Kurve reingestellt. Copse ist eine sehr schnelle Kurve, da besteht keine Chance, dass zwei Autos Seite an Seite durchfahren können. Sein Glück ist, dass Verstappen nach dem Crash am Arsch war", poltert Piquet weiter.

Formel 1 reagiert

Die Formel 1 hat bereits reagiert und ein Statement veröffentlicht, in dem es heißt, dass "diskriminierende oder rassistische Sprache nicht akzeptabel" sei und "in keinster Form einen Platz in unserer Gesellschaft" findet.

"Lewis ist ein unglaublicher Botschafter für die Formel 1 und verdient Respekt. Sein unermüdlicher Einsatz für mehr Diversität und Inklusion sind vielen eine Lehre und etwas, dem wir uns als Sport verpflichtet fühlen."

Hamilton äußert sich auf Twitter und kommentiert: "Konzentrieren wir uns darauf, die Denkweise zu ändern. Es ist nämlich mehr als nur Sprache. Diese archaischen Denkweisen müssen sich ändern und haben in unserem Sport keinen Platz. Ich war mein ganzes Leben lang Ziel von diesen Einstellungen. Viel Zeit zum Lernen ist vergangen, nun ist es Zeit zum Handeln."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE..