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Red Bull schützt Verstappen: "Wir hatten keine Strategie"

Das Team trage Mitschuld an der Situation, die zum Streit der beiden Fahrer führte.

Red Bull schützt Verstappen: Foto: © GEPA

Red Bull Racing hat sich vier Tage Zeit gelassen, ein Statement zum Clash von Max Verstappen und Sergio Perez beim Grand Prix von Brasilien zurechtzulegen.

Vor dem Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi gibt das Team eine offizielle Erklärung ab, wieso es nicht zum Positionstausch der Plätze sechs und sieben kam, der Perez einen wichtigen WM-Punkt im Fight um den Vizeweltmeister-Titel geschenkt hätte.

"Als Team haben wir in Brasilien einige Fehler gemacht. Wir haben die Situation, die in der letzten Runde entstand, nicht vorhergesehen und uns nicht zuvor auf eine Strategie für ein solches Szenario geeinigt. Bedauerlicherweise wurde ein Positionstausch zu spät bei Max angefragt, ohne ihm alle notwendigen Informationen zu geben. Das hat ihn, der immer ein offener und fairer Teamplayer ist, in eine kompromittierende Situation mit wenig Zeit zur Reaktion gebracht, was nicht beabsichtigt war", heißt es.

Inwiefern diese Darstellung mit Verstappens im TV übertragener Funk-Antwort zusammenpasst, sei dahingestellt. Der Niederländer funkte wütend: "Ich habe euch bereits beim letzten Mal gesagt, dass ihr solche Dinge nicht von mir verlangen sollt, okay? Ist das klar? Ich habe euch meine Gründe gegeben und stehe dazu."

Klärendes Gespräch bleibt Privatangelegenheit

Nach dem Rennen habe Verstappen seinen Standpunkt noch einmal dargelegt, das Team habe seine Beweggründe akzeptiert. Die Konversation sei eine persönliche Angelegenheit, über die Red Bull Racing keine weiteren Statements abgeben wird.

Das Team will aber betonen, dass diverse angriffige Social-Media-Beiträge in Richtung Verstappen, Perez, deren Familien und des Rennstalls "schockierend und traurig" gewesen seien. "Ein Thema, welches wir als Sport unglücklicherweise mit deprimierender Regelmäßigkeit aufgreifen müssen", so Red Bull Racing.

"Dafür gibt es keinen Platz im Rennsport oder sonst irgendwo in der Gesellschaft und wir alle müssen hier besser auftreten. Am Ende des Tages geht es um einen Sport, wir sind hier, um Rennen zu fahren. Todesdrohungen, Hass-Mails, Boshaftigkeiten sind bedauerlich. Wir schätzen Inklusion, wollen einen 'Safe Space' für jeden, der in unserem Sport arbeitet und ihn genießt. Der Missbrauch muss aufhören."

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