Loeb feiert bei Rallye Monte Carlo 80. WRC-Sieg

Loeb feiert bei Rallye Monte Carlo 80. WRC-Sieg Foto: © getty
 

Was für ein Erfolg, was für ein Sieg für Sebastien Loeb bei der "Mutter aller Rallyes"!

Der Franzose, der vor neun Tagen in der saudiarabischen Wüste noch Platz zwei bei der Dakar erreichte und Ende Februar seinen 48. Geburtstag feiert, triumphiert am Sonntag bei der Rallye Monte Carlo und ist damit der älteste Fahrer, der je einen WM-Lauf für sich entscheiden kann.

Mit seiner neuen Beifahrerin Isabelle Galmiche (FRA/erster WRC-Sieg) erobert der neunfache Weltmeister im Ford Puma Rally1 (Hybrid/Bild) seinen insgesamt 80. WRC-Sieg. Mit seinem achten Erfolg in Monte Carlo zieht er mit Rekordmann Sebastien Ogier gleich. Loeb triumphierte bei der Monte in den Jahren 2003, 2004, 2005, 2007, 2008, 2012, 2013 und nun 2022. Ogier holte sich den Monte-Titel 2009 (IRC, kein WM-Lauf), 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2021.

Loeb jubelt im Fürstentum im Duell der "Super-Sebs", nachdem Ogier auf der vorletzten der 17 Sonderprüfungen durch einen Reifenschaden seine Führung an Loeb verliert und auf der abschließenden Powerstage einen Frühstart (zehn Strafsekunden) hinlegt. Ogier wird mit 10,5 Sekunden Rückstand im Toyota Yaris Rally1 Zweiter.

Loeb meint im Ziel: "Ich bin sehr glücklich. Ich hatte mir im Vorfeld nicht viel erwartet. Es war ein großer Kampf." Loeb gewann sechs Sonderprüfungen, Ogier konnte fünf SP-Bestzeiten für sich notieren. Ob Loeb im Laufe der WRC-Saison 2022 noch weitere Rallyes bestreiten wird, steht noch nicht fest.

Der Ire Craig Breen weist im Ford Puma einen Rückstand von 1:39,8 Minuten auf und belegt den dritten Endrang. Vierter wird Kalle Rovanperä (Toyota) vor Gus Greensmith (Ford) und Thierry Neuville im einzig verbliebenen Hyundai.

M-Sport-Chef Wilson: "Loeb und Puma ist eine Top-Kombination"

Sebastien Ogier im Toyota GR Yaris Rally1
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M-Sport-Chef Malcolm Wilson, der Loeb erst vor einigen Wochen zu einem Teilzeit-Programm überreden konnte, meint nach der Zieldurchfahrt des ehemaligen Kunstturners aus dem französischen Elsass: "Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Mühe und Engagement wir in das Hybrid-Projekt investiert haben, um das Auto so zu bauen, wie es ist."

Der 65-jährige Brite meint weiter: "Als ich den Boliden zum ersten Mal sah, war ich so zuversichtlich, dass wir einen Sieger haben würden, und dann ist natürlich die Kombination mit Sebastien Loeb in unserem Auto unglaublich." Jubelstimmung auch bei Craig Breen, der einen gelungenen Einstand bei M-Sport feiert.

M-Sport ist aber auch klar, dass Ogier die Rallye gewonnen hätte, wäre da nicht auf der vorletzten Prüfung ein Reifenschaden passiert...

Evans und Fourmaux sind die Verlierer der "Monte"

Nicht nur Toyota-Pilot Elfyn Evans leistet sich einen folgenschweren Ausrutscher. Der Vizeweltmeister aus Wales wird nach seinem Unfall noch 21. (+23:10 Minuten).

Der Franzose Adrien Fourmaux (Ford) wiederum sorgt am Freitag für den ersten spektakulären Crash der Saison, als er im hohen Bogen von der Strecke fliegt. Ärgerlich für den hochgehandelten Piloten, denn auch Greensmith zeigt als Fünfter, dass der neue Ford Puma Rally1 ein Sieger-Bolide ist.

Keferböck freut sich über 3. Zielankunft, aber...

Keferböck in seinem Skoda Fabia Rallye2 evo

Das österreichische Duo Johannes Keferböck/Ilka Minor sieht im Skoda Fabia Rally2 evo mit 25:28 Minuten Rückstand als 26. von 48 Teams hinter den ehemaligen Top-Piloten Freddy Loix (BEL/Skoda Fabia/+24:32) und Francois Delecour (FRA/Alpine A110/+24:55) das Ziel.

In der neuen WRC2-Weltmeisterschaft - erstmals für sämtliche Rally2-Fahrzeuge, also auch jene der Werksteams - belegt "Kefer bei seiner dritten Monte-Zielankunft den elften Platz. "Die Top 10-Platzierung haben wir im Prinzip schon am Donnerstag vergeigt", analysiert Johannes Keferböck.

Bei der spektakulären Eröffnung der Kult-Rallye hat der Vizestaatsmeister 2018 just an jener vereisten Stelle zu spät gebremst, vor der ihn die "Eisspione" Franz Wittmann junior und Bernhard Ettel davor noch gewarnt hatten. Bei dem Abflug wurde die gesamte rechte Fahrzeughälfte in Mitleidenschaft gezogen.

Keferböck schätzte den Zeitverlust auf rund drei Minuten, sagt aber: "Hättiwari bringt natürlich nichts, ich ärgere mich jetzt aber noch ein wenig mehr über meinen Lapsus am Donnerstag."

Der zweite WM-Lauf steigt in Schweden. Vom 24. bis 27. Februar wird in einer neuen Location auf Schnee um WRC-Punkte gedriftet.



Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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