User Endzone: Ab in die Geschichtsbücher!

User Endzone: Ab in die Geschichtsbücher! Foto: © getty
 

Da sind wir wieder - natürlich auch in den Playoffs!

Auch nach den Divisional Playoffs gibt es viel zu besprechen. Gut also, dass es in dieser Saison die "User Endzone" gibt - das NFL-Format von EUCH für EUCH.

Diesmal geben vier User ihre Expertisen, Meinungen und Ansichten zu den jeweiligen Duellen zum besten.

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen und gerne auch Anregungen, schließlich will auch dieses Format weiterentwickelt werden.

Und jetzt der Rückblick auf ein spannendes Playoff-Wochenende:

KANSAS CITY CHIEFS (2) vs. BUFFALO BILLS (3) 42:36

by "mundafinga"

Es war eine Divisional Round für die Geschichtsbücher mit vier Spielen, die allesamt in den allerletzten Sekunden entschieden wurden. Das Beste kommt aber bekanntlich zum Schluss und so war es auch tatsächlich. Für viele Fans war dieser Schlagabtausch zwischen den Chiefs und den Bills eines der besten Playoff-Spiele aller Zeiten. Am Ende setzte sich Kansas City in der Overtime mit 42:36 durch.

Star of the Game: Gabriel Davis (8 Receptions, 201 Yards, 4 Touchdowns)

Es muss eine außergewöhnliche Leistung gewesen sein, wenn der Star des Spiels vom Verliererteam kommt, vor allem in einem Playoffspiel, das nicht mit Punkten gegeizt hat. Die Defense der Chiefs hatte sich offenbar vorgenommen, Stefon Diggs aus dem Spiel zu nehmen. Das klappte hervorragend, ließ jedoch Davis immer wieder im Eins-gegen-Eins, wo er nicht zu halten war. Vier Receiving Touchdowns gelangen vor ihm noch niemandem in einem Playoff-Spiel, auch die 200+ Receiving Yards hatten vor ihm erst acht Spieler. Trotzdem bin ich mir sicher, dass er seine Touchdowns gerne gegen einen Bills-Sieg eingetauscht hätte.

Worst of the Game: NFL Overtime Rule

Man könnte hier auch die Defense der Bills nennen, die Patrick Mahomes einfach nicht gestoppt bekam. Wenn Kelce und Hill durch Double Coverages aus dem Spiel genommen wurden, lief Mahomes einfach selbst.

Aber die größere Enttäuschung in diesem Spiel war, dass der Sieger quasi durch den Coin Toss entschieden wurde. Beide Offenses waren zu diesem Zeitpunkt unstoppable und wer zuerst den Ball bekommen würde, würde einen riesigen Vorteil haben. Josh Allen spielte überragende Playoffs, nach 5 TDs und 374 Total Yards gegen die Patriots legte er 4 TDs und 397 Total Yards gegen Kansas City nach. Trotzdem bekam er durch die aktuelle Overtime-Regel der NFL nicht einmal eine Chance in der Verlängerung, weil er den Ball gar nicht in die Hände bekam. Hier muss etwas geändert werden!

Best Play of the Game:

Davon gab es mehr als genug in diesem Spiel. Aber für mich sind es zwei Plays und zwar die beiden Pässe von Mahomes auf Hill und Kelce ganz am Ende der regulären Spielzeit. 13 Sekunden blieben den Chiefs für eine Antwort. Tatsächlich benötigt wurden gerade mal zehn Sekunden um durch die beiden besagten Pässe für 19 und 25 Yards nochmal in Field-Goal-Range zu kommen, das Spiel in die Verlängerung zu schicken und dort dann zu gewinnen. Absolut irre!

Worst Play of the Game:

Es ist nicht die spannendste Wahl, aber für mich die offensichtliche: Dieselben zwei Plays aus Sicht der Bills.
Prevent-Defense (den langen Pass verhindern und dafür einen kurzen zulassen) ist ja schön und gut, aber in nur 13 Sekunden zwei Pässe für 44 Yards zuzulassen, noch dazu auf die beiden absoluten Superstars der Chiefs, das ist einfach nur schwach verteidigt. Da hatte Bills Defensive Coordinator Leslie Frazier die Hosen deutlich zu voll. Ein bisschen mutiger verteidigen und es kommt gar nicht zu einer Overtime und dieser bitteren Niederlage.

Ausblick:

Es scheint DIE Rivalität der nächsten 10-15 Jahre in der AFC zu werden: Chiefs gegen Bills bzw. Patrick Mahomes gegen Josh Allen. Heuer in Woche 5 sah es aus, als hätte Buffalo endlich das Rezept gegen Kansas City und Mahomes gefunden, doch in den Playoffs behalten wie schon letztes Jahr die Mannen von Andy Reid die Oberhand. Für die Bills könnte die Niederlage bitterer nicht sein, doch die Leistung (vor allem offensiv) macht Mut für die nächste Saison. Dieses Team ist enorm breit aufgestellt, die Leistungsträger stehen alle auch nächstes Jahr unter Vertrag und die Defense hat noch immer Potenzial nach oben. Nächstes Jahr wird der nächste Angriff erfolgen!

Die Chiefs hingegen sind der große Favorit unter den verbliebenen vier Teams, vor allem im AFC-Finale gegen die Underdogs aus Cincinnati wäre alles andere als ein Sieg und die dritte Super-Bowl-Teilnahme in Serie eine Überraschung. Mitten in der Saison sah es nicht danach aus, aber das Team ist wieder voll auf Kurs und hat elf der letzten zwölf Spiele gewonnen. Die eine Niederlage? Vor drei Wochen gegen die Bengals! Also wer weiß, vielleicht wird das AFC Championship Game doch kein Selbstläufer und ein ähnlicher Krimi wie die vier Spiele am vergangenen Wochenende. Aus neutraler Sicht kann man es sich nur wünschen!

TAMPA BAY BUCCANEERS (2) vs. LOS ANGELES RAMS (4) 27:30

by "neo"

Puh, was für eine Divisional-Playoffs-Wochenende. Da habe ich mich letzte Woche noch über die fehlende Spannung bei den Wild-Card-Games echauffiert, so gab es dieses Wochenende gleich vier Spiele, die das Wort Herzschlagfinale verdienen. Es war fast ein Spiel spannender als das nächste. So macht Playoff-Football Spaß – bitte mehr davon! Für neutrale Zuschauer war das wohl ein richtiges Fest, bei den Fans der beteiligten Teams wird es wohl den ein oder anderen Beinahe-Herzinfarkt bzw. kaputten Fernseher geben und das völlig zurecht.

Wer am letzten Wochenende keine Zeit hatte, Football zu schauen, sollte das wirklich nachholen – das war Werbung für den Sport vom Allerfeinsten! Jeder, der diesen Sport nur ansatzweise interessant findet, kommt da auf seine Kosten. Versprochen!

Heute darf ich ein paar Gedanken zum Spiel Bucs vs. Rams niederschreiben, welches die Herren aus L.A. bekanntlich knapper als gewollt dank eines Field Goals in letzter Sekunde 30:27 gewannen. Denn wenn man ehrlich ist: Eigentlich hatten die Rams das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle und unter anderem auch Tom Brady eine blutige Lippe verpasst. Auf beiden Seiten des Balles dominierte man die Bucs nach Belieben, doch irgendwie schafften die Sean-McVay-Schützlinge es nicht, den ominösen Deckel drauf zu machen. Vielleicht auch, weil auf der anderen Seite ein gewisser QB GOAT mit 7 Super-Bowl-Ringen stand und ich die Bremsspur in den Unterhosen der Rams im letzten Quarter trotz gehandicapten Geruchsinns (Corona) bis nach V(T)irol riechen konnte.

Jedenfalls Stand es im dritten Quarter schon 27:3 (Pausenstand: 20:3). Doch drei seltendämliche Fumbles und ein mehr als machbares Missed Field Goal später stand es plötzlich 42 Sekunden vor Ende 27:27. Brady stand abermals davor, ein schier verloren geglaubtes Spiel doch irgendwie zu gewinnen, denn eine Playoff-Regel besagt: „Never bet against Tom Brady in playoffs“.
Doch dann drehte die „Connection“ der Saison nochmal auf: Zwei tiefe Pässe von QB Matthew Stafford über 64 Yards auf Cooper Kupp haben dann schlussendlich gereicht, um nochmal in eine gute FG-Position zu kommen (und auch das Spiken können die Herren aus L.A. besser als die Kollegen aus Dallas ;-) ), und am Ende behielt Matt Gay dann doch die Nerven und konnte seine beiden vorherigen Fehlschüsse noch ausbügeln. Es war übrigens Staffords 43. Game-Winning-Drive.

Natürlich musste sich auch Ex-Buc Antonio Brown, über den ich eigentlich keine weiteren Worte verlieren wollte, sofort nach dem Spiel via Twitter zu Wort melden:

Nach diesem brutalen Spiel gibt es logischerweise einiges aufzuarbeiten. Da möchte ich mit den Tampa Bay Buccaneers beginnen, denn die Frage der Fragen lautet natürlich: Macht der GOAT 45-jährig weiter? Ich glaube, die Frage kann mit Ja beantwortet werden, wenn ich seinen Tweet unmittelbar nach dem Spiel richtig deute:

„You can’t win them all“ lautet ein Sprichwort, auch wenn man Brady durchaus nachsagen kann, dass er es probiert hat – und das öfter erfolgreich als nicht, was die sieben Schmuckstücke in seinem schon ziemlich vollen Vitrinen-Schrank bezeugen. Für mich lautet die Frage eher: Wo wird Brady seine Karriere fortsetzen? Denn ob die Bucs Brady nochmal so ein starkes Team an die Seite stellen können wie heuer, ist alles andere als fix. Es gibt einige Spieler, deren Verträge auslaufen und nun wohl auch bezahlt werden wollen. Dazu gehören u.a.: Rob Gronkowski (TE), Jason Pierre-Paul (DE), Leonard Fournette (RB), O.J. Howard (TE), Chris Godwin Jr (WR), Alex Cappa (G), Jordan Whitehead (S) und Ndamukong Suh (DT), um nur die prominentesten Namen zu nennen. Sicher, Suh & Gronk haben in ihren Karrieren schon mega viel verdient und könnten sich noch am ehesten auf Salary-Cap-freundliche Deals einlassen.

Aber einige andere würden sicher auch gerne mal bezahlt werden wollen. Und eines ist auch klar: Auf einen Rebuild werden sich weder Brady noch Gronk an diesem Punkt ihrer Karriere einlassen. Und Tanzpartner für einen „Last Dance“ findet Brady nach seinen Leistungen in den letzten beiden Jahren bestimmt genug: Auf Anhieb fallen mir da die Colts, Broncos und Raiders ein. Aber auch die Dolphins, Vikings, Bears oder Browns könnt ich mir mit Fantasie vorstellen. Was wäre das für eine Geschichte, wenn Brady nach Cleveland geht und dort den Titel abräumt? Ich glaub King LeBron James würde da sogar neidisch werden. Die Offseason in Tampa wird jedenfalls extrem spannend!

Für die Rams lebt der Traum „Superbowl @ home“ nach wie vor. Um ehrlich zu sein sind die Rams meiner Meinung nach das kompletteste und ausgeglichenste Team in den Conference Finals, wenn man das Verhältnis von Offense & Defense gewichtet. Denen traue ich sowohl zu, ein defensives Bollwerk wie das der 49ers zu überwinden, als auch ein Shootout mit den Chiefs oder den Bengals mitzugehen. Wobei: Das nächste Spiel gegen die 49ers wird tricky. Denn die Herren aus San Francisco sind sehr unangenehm zu bespielen, das haben zuletzt auch die top-gesetzten Packers am eigenen Leib erfahren. Ich möchte jetzt nicht zu viel mit Prognosen „jinxen“, weil ich QB Stafford, dem Langzeit-QB meiner Lions, einen Super-Bowl-Ring wünsche und ihm alle Daumen drücke. Es gab zwar unter der Saison offensiv immer mal den ein oder anderen Rumpler (was mMn normal ist, wenn man in ein neues Team kommt, speziell als QB), aber was die Rams bisher in den Playoffs gespielt haben, ist schon stark. Bisher schaut es so aus, als hätte sich der damals für viele Experten „viel zu teure“ Stafford/Goff-Trade jedenfalls für die Rams ausgezahlt – siehe meine Trade-Analyse und meinen Nachruf als Senf der Woche als der Abschied von Stafford bei den Lions bekanntgegeben wurde: Ich wünsche den Rams jedenfalls zum Abschluss meines Textes für heute noch zwei Wins in dieser Saison :-)

Star(s) of the Game: Tie zwischen Aaron Donald, Matthew Stafford und Cooper Kupp
Worst of the Game: Der Twitter-Troll Antonio Brown. Solche Ex-Kollegen wünscht man sich.
Best Play(s) of the Game: Die Stafford-to-Kupp-Connection (speziell in den letzten 42 Sekunden des Spiels)
Worst Play(s) of the Game: Mental-Meltdown der Rams im 3. bzw. 4 Quarter mit 3 Fumbles und einem Missed Field Goal

GREEN BAY PACKERS (1) vs. SAN FRANCISCO 49ERS (6) 10:13

by "Dominik1010"

Nach dem AFC Divisional Round Game zwischen den Bengals und den Titans muss auch der NFC #1 Seed frühzeitig die Segel streichen. Und auch in diesem Spiel gelang die Entscheidung erst mit einem Field Goal bei auslaufender Uhr.

Die San Francisco 49ers schafften die Überraschung und feierten im eisigen Lambeau Field ( -10 Grad Celsius) einen Auswärtssieg gegen die Green Bay Packers. Hauptverantwortlich für den Sieg der Kalifornier im winterlichen Wisconsin waren eine bärenstarke Defensivleistung sowie eine mehr als dürftige Leistung der Packers-Special-Team-Unit.

Star of the Game: Defensive-Line der San Francisco 49ers

Obwohl es schlussendlich beide Special-Team-Units waren, die den Spielausgang maßgeblich positiv bzw. negativ beeinflussten, war für mich persönlich die D-Line der 49ers der „Star of the Game“. Nach dem ersten Drive der Packers, welcher auch zum einzigen Touchdown für die Mannen von Matt LaFleur führte, bekam die D-Line der 49ers immer besseren Zugriff auf das Spiel. Angeführt von den beiden Edge-Rushern Nick Bosa (2 Sacks sowie 4 Pressures) und Arik Armstead ( 2 Sacks und 3 Pressures), bekam Rodgers laufend Druck, wodurch Big-Plays weitestgehend unterbunden wurden.

Worst of the Game: Special-Team-Unit der Green Bay Packers

Ein altbekanntes Sprichwort lautet „Wo Licht ist, ist auch Schatten“. Ein besseres Sprichwort für die Leistung beider Special-Team-Units würde mir nicht einfallen. Am Ende wurde das Spiel für die 49ers durch einen geblockten Punt, sowie ein 45 Yards Field Goal von Robbie Gould entschieden. Doch schlussendlich war es wieder mal eine miserable Vorstellung der Packers-Special-Team-Unit, welche die 49ers überhaupt auf die Siegerstraße führte.

Ein geblocktes Field Goal von Mason Crosby (bereits zum dritten Mal in dieser Saison), ein 45 Yards Kick-Off-Return zum Start der zweiten Hälfte von der 49ers-Allzweckwaffe Deebo Samuel, sowie der Tatsache, dass beim Game-Winner von Robbie Gould nur 10 Spieler zum Blocken auf das Feld geschickt wurden. Die Special-Team-Schwäche bekam das Team aus Wisconsin während der gesamten Regular Season nicht in den Griff, und es darf bezweifelt werden, dass Special Teams Coordinator Maurice Drayton nächste Saison noch für die Packers beschäftigt sein wird.

Best Play of the Game: Geblockter Punt der 49ers-Special-Team-Unit

Nach einem Sack von Arik Armstead bei 3rd Down mussten die Packers in Person von Punter Corey Bojorquez, den Ball an der eigenen 12-Yard Linie punten, doch wie bereits oben angeführt hatte die 49ers-Special-Team-Unit etwas dagegen. Defensive Lineman Jordan Willis brach durch und konnte den Ball blocken, was folgte war eine Bogenlampe und der Ball wurde von Special-Teamer Talanoa Hufanga gefangen und zum 10:10 Ausgleich in die Endzone getragen. Der sprichwörtliche „Gamechanger“ und „Momentum Swing“ für die 49ers.

Worst Play of the Game Fumble von Packers Tight End Marcedes Lewis

Neben den bereits ausführlich angeführten Special-Team-Fails der Packers gab es für mich ein Play im Spiel, welches den weiteren Verlauf entscheidend beeinflusste. Es handelte sich um den zweiten Drive der Packers, welche nach einem 49ers-Punt wieder in Ballbesitz waren. Bei 1st & 10 an der gegnerischen 42-Yard-Line warf Quarterback Aaron Rodgers, nach einer angetäuschten Play-Action, einen Pass auf das Tight-End-Urgestein Marcedes Lewis. Doch Middle Linebacker Fred Warner forcierte einen Fumble, welcher von Linebacker Dre Greenlaw recovert werden konnte. Besonders bitter für die Packers und insbesondere Lewis, da es sein erster verlorener Fumble seit dem Jahr 2013 war. Obwohl ich dazu anführen möchte, dass dieses „Worst Play of the Game“ auch sensationell von Warner erzwungen wurde.

Ausblick:

Die 49ers scheinen nun wirklich im sprichwörtlichen „Flow“ angekommen zu sein. Auch im NFC Championship Game bei NFC-West-Rivale Los Angeles Rams werden die Jungs von Kyle Shanahan als Außenseiter ins Spiel gehen, doch spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass die Kalifornier diese Rolle gerne annehmen. Zum Schluss noch ein Wort über einen meiner absoluten Lieblingsspieler in der NFL. Deebo Samuel, für mich einer der größten Playmaker in der gesamten Liga und als Vikings-Anhänger fühle ich mich oft ein bisschen an den jungen Percy Harvin erinnert. Eine Waffe als Receiver, Running Back sowie auch als Returner. Wollen die 49ers die letzte Hürde in die Super Bowl nehmen, wird es wieder auf den X-Faktor Deebo Samuel ankommen.

Der Ausblick bei den Packers wirkt auf den ersten Blick ein bisschen düsterer. Alles fällt oder steht mit der Personalie Aaron Rodgers. Man wird sehen, ob „The Last Dance“ von Rodgers nun zur Gewissheit wird oder nicht. Persönlich glaube ich, dass wir den letzten Auftritt von Rodgers im Dress der Packers gesehen haben, jedoch denke ich, dass er noch einen letzten Angriff bei einem anderen Team unternehmen wird. Ein Karriereende würde ich zwar nicht ausschließen, kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen.

Derzeit stehen die Packers bei einem Salary-Cap-Minus von ca. 44 Millionen Dollar für die neue Saison. Auf General Manager Brian Gutekunst wartet also einiges an Arbeit in der Off-Season. Der Abgang von einigen Leistungsträgern wird sich wohl oder übel nicht verhindern lassen können.

TENNESSEE TITANS (1) vs. CINCINNATI BENGALS (4) 16:19

by "kloisg11"

Es ist angerichtet: Die Titans haben erstmals seit Woche 7 sowohl Derrick Henry als auch A.J. Brown und Julio Jones in ihren Reihen, außerdem ist auch die O-Line wieder „fit“. Cincinnati kommt mit Joe „January“ Burrow und dem ersten Playoff-Sieg seit 31 Jahren nach Tennessee. Favorit? Aus meiner Sicht leichte Vorteile Tennessee. Heimspiel, First Round Bye und außerdem hat Cincinnati noch nie ein Playoff-Auswärtsspiel gewonnen (0-7).

Star of the Game: Evan McPherson (Kicker Cincinnati Bengals)

Kick it like … McPherson. Der Rookie, gedraftet in der fünften Runde, spielt bis jetzt eine perfekte Post-Season. Acht Field Goals, acht Treffer. Der wichtigste Kick: Ein 52-Yard-Game-Winning-Field-Goal gegen Tennessee. Und das Coole daran, es war mit Ansage:

Zumindest ein Spiel Post-Season Spiel hat McPherson noch, um weiter am „Legendenstatus“ zu arbeiten.

Worst of the Game: 9 Sacks gegen Burrow

Ja, richtig gelesen. Joe Burrow wurde 9 Mal gesackt. Natürlich muss man immer unterscheiden, wie ein Sack zustande kommt. Schlechtes Blocking, der QB hält den Ball zu lange, schlechter Snap, missglückter Quarterback-Lauf… Die Liste ist lang. Was klar ist, jeder Sack birgt ein Risiko, dass der QB sich dabei verletzt. Und Joe Burrow hatte erst letzte Saison einen Kreuzbandriss. Burrow hat sicher hin und wieder zu lange den Ball gehalten – ein Turnover ist meist schlechter als ein Sack – aber 9 Mal das Risiko einzugehen, dass seinem Knie etwas passiert, ist einige Male zu oft. Die Bengals müssen sich für die nächste Runde etwas überlegen.

Best Play of the Game

„Der Kick“ oder Amani Hookers Interception? Da „der Kick“ bereits gewürdigt wurde, fällt die Entscheidung auf die athletische Interception von Amani Hooker. Ein Video sagt mehr als 1000 Worte:

Und das Beste, im anschließenden Drive gab es sieben Punkte für Tennessee.

Worst Play of the Game

Erster Pass des Spiels: INT Tannehill, erster Pass von den Titans in der zweiten Hälfte INT Tannehill. Nicht gerade ein idealer Start. Und die Ironie an der Geschichte, auch der letzte Pass von Tannehill wurde von einem Bengals-Spieler abgefangen. Drei INTs in einem so wichtigen Spiel sollten einem 10-Year-Veteran nicht „passieren“. Vor allem die Interception kurz vor Schluss ist nur schwer zu entschuldigen.

Ausblick:

Nun also @chiefs. Wer auf der Erfolgswelle reitet, nimmt jeden Gegner. Das Momentum und die jugendliche Unbekümmertheit sind eine interessante Kombination, welche des die Bengals bis in die Super Bowl tragen kann.

Bei den Titans hingegen sind die Playoffs ein weiteres Mal nach dem ersten Spiel zu Ende. Ist ein Umbruch notwendig? Nicht wirklich. Mit einer „normalen“ Saison sollten die Titans auch nächstes Jahr um die Playoffs mitspielen, und wer weiß, vielleicht sind sie dann nicht Favorit und „alles geht leichter“ von der Hand.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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