Das spricht im Finale für Nadal bzw. Djokovic

Das spricht im Finale für Nadal bzw. Djokovic Foto: © getty
 

Rafael Nadal gegen Novak Djokovic. Die French Open in Paris haben ihr Traumfinale zwischen der Nummer 1 und der Nummer zwei der Welt!

Ein Evergreen, denn kein Duell gab es häufiger in der Geschichte des Profi-Tennis. Für die beiden in die Jahre gekommenen Meister der gelben Filzkugel - Nadal mit 34 und Djokovic mit 33 Jahren - geht es im Endspiel von Paris um viel. Rekorde, Serien und die Ehre stehen im Prestige-Duell auf dem Spiel.

Dass sich die beiden in Frankreichs Hauptstadt gegenüberstehen, lässt die Favoritenrolle in einem anderen Licht erstrahlen.

Denn eigentlich wäre der Serbe aufgrund seines sportlich weißen Weste im Jahr 2020 der Top-Favorit auf den Titel - wenn es nicht gegen Nadal ginge. Denn der Mallorquiner darf einmal mehr in "seinem Wohnzimmer" einlaufen und Jagd auf den 13. Paris-Titel machen. Gewinnt er, wäre dies sein 100. Sieg bei den French Open (im 102. Spiel auf der Anlage Roland Garros).

LAOLA1 hat die Zahlen, Fakten und Rekorde für euch aufbereitet:

Die Gesamtbilanz:

Spiele Siege Nadal Siege Djokovic
55 26 29

Kein anderes Duell gab es häufiger in der Geschichte des Profi-Tennis. Djokovic und Federer standen einander bisher 50-mal gegenüber, Nadal und Federer 40-mal. Von den bisher 55 Auseinandersetzungen zwischen den beiden French-Open-Finaliste hat Djokovic 29 gewonnen, Nadal 26.

Dieses Spiel ist längst mehr als nur ein normales Aufeinandertreffen. Beide Spieler kennen sich in- und auswendig, ihre Wege haben sich jahrelang gekreuzt und sie haben sich gegenseitig immer wieder im ATP-Ranking abgelöst.

Rechtshänder Djokovic gegen Linkshänder Nadal ist ein Duell auf höchstem Niveau, bei dem es auch dieses Jahr wieder um die Ehre, wichtige Punkte und Rekorde geht. Ein Sieg von Djokovic auf Sand im Wohnzimmer Nadals in Paris wäre eine weitere Wachablöse.

Die Paris-Duelle:

Duelle bei French Open Siege Nadal Siege Djokovic
7 6 1 (Viertelfinale 2015)

Eine klare Sache für Nadal, wenn man die bisherigen Duelle der beiden Ausnahmeathleten bei den French Open heranzieht. Sieben Mal stand man sich gegenüber, nur einmal konnte Djokovic den Siegeszug des Dominators stoppen.

Besonders bitter: Zwar schaltete der "Djoker" im Viertelfinale 2015 den großen Nadal aus, doch den Turniersieg konnte er sich trotzdem nicht sichern. Im Finale muste er sich dem Schweizer Stan Wawrinka geschlagen geben.

Die French-Open-Bilanzen:

Spieler French-Open-Starts Turniersiege Siege Niederlagen
Rafael Nadal 16 12 99 2 + 1 w.o.
Novak Djokovic 16 1 75 14

Diese Zahlen sprechen für sich und brauchen gar keine großen Erläuterungen.

Nadal ist einfach "Mr. Paris", in diesem Jahr könnte er die French Open zum 13. Mal für sich entscheiden. Schon 12 Mal konnte kein einziger Spieler ein Grand-Slam-Turnier gewinnen, somit könnte er die Bestmarke weiter ausbauen.

Dass dies ausgerechnet mit dem 100. Sieg auf der roten Asche von Paris möglich werden könnte, kommt noch bei aller Spannung dazu. Und Djokovic: Auch seine Bilanz bei den French Open kann sich sehen lassen, im Gegensatz zu Nadal stinkt er jedoch gewaltig ab.

Erst einmal konnte "Nole" das Grand-Slam-Turnier in Frankreich gewinnen. Aber umso mehr will er den zweiten Titel.

Die Grand-Slam-Titel-Bilanz:

Federer Nadal Djokovic
20 19 17

Über allem steht die Major-Titelstatistik.

In die Geschichte werden sowohl Roger Federer als auch Rafael Nadal und Novak Djokovic eingehen. Doch wer beendet seine Karriere als bester und erfolgreichster Grand-Slam-Spieler aller Zeiten?

Noch ist der Schweizer Federer mit 20 Titeln die Nummer ein, doch schon im Finale von Paris könnte Nadal mit dem Maestro, der nur noch bei ausgewählten Großturnieren spielt, gleichziehen.

Djokovic hingegen lauert und war in letzter Zeit nicht leicht aufzuhalten. Er könnte seinen 18. Grand-Slam-Triumph feiern und auf Federer und Nadal aufschließen.

Ausgeglichene Bilanz bei Grand-Slam-Endspielen:

Final-Duelle Sieger Nadal Sieger Djokovic
US-Open 2010 6:4,5:7,6:4,6:2 -
Wimbledon 2011 6:4,6:1,1:6,6:3
US Open 2011 6:2,6:4,6:7(3),6:1
Australian Open 2012 5:7,6:4,6:2,6:7(5),7:5
French Open 2012 6:4,6:3,2:6,7:5
US Open 2013 6:2,3:6,6:4,6:1
French Open 2014 3:6,7:5,6:2,6:4
Australian Open 2019 6:3,6:2,6:3
Final-Siege GESAMT: 4 4

Die Bilanz steht an Siegen bei 4:4, wobei sich der ein Jahr ältere Nadal zwei davon in Roland Garros geholt hat, die anderen beiden bei den US Open. Djokovic hat seine Major-Finalsiege gegen den Iberer zweimal bei den Australian Open sowie je einmal in Wimbledon und bei den US Open verbucht. Das bisher letzte Duell auf oberster Ebene gab es in Melbourne 2019.

In Summe wird es am Sonntag das 28. Finale der beiden gegeneinander geben, also im Schnitt exakt jedes zweite Spiel der beiden gegeneinander ein Titel-Duell. Darunter ist eine Serie von elf Endspielen von Indian Wells 2011 bis Monte Carlo 2013, von den US Open 2016 bis zu den French Open 2017 folgten weitere sechs Finali der beiden gegeneinander en suite.

Die Sand-Bilanz:

Spieler Siege Niederlagen Titel
Rafael Nadal 444 40 59
Novak Djokovic 225 55 15

Nadal ist nicht umsonst DER Sandplatzkönig schlechthin.

Der Mallorquiner hat fast doppelt so viele Sandplatz-Siege vorzuweisen wie Djokovic, hat sich jedoch auch viel mehr auf den grobkörnigen Belag fokussier. 59 Titel auf roter Asche stellen eine unglaubliche Marke dar, sein Gegenüber hat gerade einmal 15 vorzuweisen.

Trotz allem stellt sich die Frage: Ist Nadal nach all den Zwangspausen noch der Alte, der auch einen Gegner wie Djokovic auf Sand dominiert oder spricht das Momentum doch für den serbischen Weltranglisten-Ersten?

Die bisherige Form bei den French Open 2020:

Runde Nadal Djokovic
1. E.Gerasimov/BLR 6:4,6:4,6:2 M.Ymer/SWE 6:0,6:2,6:3
2. M.Mcdonald/USA 6:1,6:0,6:3 R.Berankis/LAT 6:1,6:2,6:2
3. S.Travaglia/ITA 6:1,6:4,6:0 DE. Gahlan/COL 6:0,6:3,6:2
Achtelfinale S.Korda/USA 6:1,6:1,6:2 K.Khachanov/RUS 6:4,6:3,6:3
Viertelfinale J.Sinner/ITA 7:6(4),6:4,6:1 P.Carreno Busta/ESP 4:6,6:2,6:3,6:4
Semifinale D.Schwartzman/ARG 6:3,6:3,7:6(0) S.Tsitsipas/GRE 6:3,6:2,5:7,4:6,6:1

Nadal ist um einiges eleganter durch den Raster marschiert, hat in seinen bisherigen sechs Matches keinen einzigen Satz abgegeben.

Am engsten wurde es für den 34-Jährigen noch zum Ausklang des Semifinales gegen den Argentinier Diego Schwartzman. Gegen den Viertelfinal-Bezwinger von Dominic Thiem gewann Nadal aber den Tiebreak mit 7:0.

Für Djokovic hingegen wurde es immer enger. Nach vier Erfolgen ohne Satzverlust gab er im Viertelfinale gegen den Spanier Pablo Carreno Busta den ersten Satz ab, im Halbfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas waren es die Durchgänge drei und vier.

Danach verhinderte der 33-Jährige allerdings gegen einen angeschlagenen Gegner mit einem 6:1 recht souverän, dass er wie im Viertelfinale 2010 gegen Jürgen Melzer nach einem 2:0-Satzvorsprung noch als Verlierer vom Court ging.

Djokovic: Traum-Bilanz 2020

Spiele Siege Niederlagen Titel Preisgeld
32 31 1 4 4.938.580 Dollar

Novak Djokovic hat trotz Corona im Jahr 2020 Ausrufezeichen gesetzt. Sportlich ist die Nummer 1 der Welt ungeschlagen. Allerdings gab es doch eine einzige Niederlage, die bitterer nicht sein hätte können.

Ausgerechnet bei den US Open, bei denen Djokovic als klarer Favorit gehandelt wurde, wurde er im Achtelfinale gegen Pablo Carreno Busta disqualifiziert, nachdem er eine Linienrichterin unabsichtlich getroffen hatte und entsprechend dem Regulativ - ohne Fingerspitzengefühl - ausgeschlossen wurde.

Das schlägt sich nicht nur in der sonst makellosen Jahresbilanz nieder, sondern beeinträchtigte auch die Jagd nach dem 18. Grand-Slam-Titel. Titel holte er bei den Australian Open, in Dubai, Cincinnati und Rom. Dazu kam auch noch der Triumph beim ATP-Cup Anfang des Jahres in Australien.

Nadal-Bilanz 2020 im Zeichen von Corona

Spiele Siege Niederlagen Titel Preisgeld
19 15 4 1 1.418.098 Dollar

Nadal durfte man im Jahr 2020 um einiges seltener bestaunen als Djokovic. Am Anfang des Jahres scheiterte der Sandplatz-König im Finale des ATP-Cups ausgerechnet an Djokovic und Serbien.

Bei den Austalian Open musste er sich im Viertelfinale niemand geringerem als dem späteren Finalisten Dominic Thiem geschlagen geben. Den einzigen Titel konnte er in Acapulco durch einen klaren Finalsieg gegen Taylor Fritz einfahren.

Danach pausierte Nadal aufgrund von Corona und ließ einige Turnier aus, unter anderem auch die US Open. Erst in Rom im September gab die Nummer zwei der Welt sein Comeback, dort war allerdings im Viertelfinale gegen Diego Schwartzman Endstation.

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