Rafael Rotter: "Linz-Wechsel war kein Fehler"

Rafael Rotter: Foto: © GEPA
 

presented by

Seit wenigen Tagen ist die Rückkehr von Rafael Rotter zu den spusu Vienna Capitals offiziell (HIER nachlesen >>>).

Die letzte Saison verbrachte der 35-Jährige bei den Black Wings Linz, wurde dort allerdings nie so recht glücklich. Nun ist er zurück bei seinem Heimatverein und gleichzeitig auch seiner Heimatstadt.

Am meisten habe ihm sein Umfeld gefehlt, erzählt Rotter im Gespräch mit der "Heute". "Auch wenn Wien von Linz aus nur eine Stunde mit dem Zug entfernt liegt, fehlte mir die Routine, die Wien für mich hatte. Mittagessen gehen mit meinen Kumpels oder Abendessen mit meinen Eltern."

"Jetzt geht es mir besser"

"Ich schätze die Spieler von Linz und die Freunde, die ich dort kennengelernt habe. Aber es ist einfach was anderes, wenn du deine Freunde schon zehn, 15 Jahre kennst. Die fehlen einfach. Ich fühle mich wohler, wenn sie in meiner Nähe sind. Ich brauche das einfach", hatte das Caps-Urgestein auch etwas Heimweh. "Jetzt geht es mir besser."

Seinen Wechsel in die Stahlstadt bezeichnet er im Nachhinein "auf keinen Fall" als Fehler. "Ich habe eine andere Seite gesehen. Ich war ewig lange in Wien. Ich glaube nicht, dass viele Leute damit gerechnet haben, dass ich noch einmal weggehen werde. Es ist passiert. Und es war eine neue Erfahrung", sagt Rotter.

"Ich hab neue Leute kennengelernt, habe in einer Organisation gespielt, die sich sehr, sehr bemüht hat. Letztes Jahr ist durch die Umstrukturierung noch einiges falsch gelaufen. Alle haben aber einen richtigen Drive gehabt", meint der Angreifer, doch einige Dinge sind in Linz falsch gelaufen.

"Es ist wie in anderen Jobs, du machst drei, vier falsche Entscheidungen, die große Auswirkungen haben – bei uns auf den Kader und die Spielweise. Das ist schade, weil wir eigentlich einen guten Kader hatten. Aber wir haben das Ganze nicht aufs Eis umgesetzt. Und darum geht es in unserem Job – ums Gewinnen", so der Wiener weiter.

Caps-Fans "haben mir den Wechsel nicht übel genommen"

Bei seinen zwei Gastspielen in der STEFFL Arena wurde Rotter trotz Lockdowns gebührend gefeiert, lösten die Caps-Anhänger mit einer Choreo große Emotionen beim 35-Jährigen aus.

"Totale Gänsehaut", erinnert er sich zurück. "Es ist einzigartig in Österreich, wenn du vor so einer Kulisse wie in Wien spielst. Durch die Pandemie waren keine Fans in der Halle, aber die Choreografie, die sie aufgebaut haben, das war Wahnsinn. Aber ich bin nichts anderes von den Wiener Fans gewohnt", lobt Rotter.

"Die Stimmung ist einzigartig. Und wenn wir dann noch gut spielen und abliefern, dann ist das unschlagbar. Ich bin den Fans dankbar in Wien. Sie sind immer hinter mir gestanden, haben mir den Wechsel nicht übel genommen. Ich denke, sie freuen sich, dass ich zurück bin", meint der Stürmer weiter.

"Bin schon wirklich ein alter Hund"

Rotter wird neben Bernhard Starkbaum der zweitälteste Crack im Kader der Capitals sein. "Jetzt bin ich schon wirklich ein alter Hund", lacht er. "Das ist arg, wie schnell das geht. Aber ich bin noch sehr jung geblieben im Herzen."

Seine Rolle habe sich in den letzten Jahren nicht geändert. "Ich bin schon ewig ein sehr positiver Typ und für jeden Spaß zu haben. Ich verstehe mich mit den Jungen und Alten. Du musst einen Mix finden. Man muss Profi und Vorbild sein. Das versuche ich jeden Tag, in der Kraftkammer und am Eis. Nur so kommst du weiter", erklärt er.

Rotter schließt ab: "Ich habe nie ausgelernt, im Eishockey und im Leben. Du kannst von jeder Person etwas lernen. Auch von Menschen, die dir nicht sympathisch sind. Man muss immer offen sein." "Ich will den Jungen einen Weg zeigen. Der Spaß darf aber nie zu kurz kommen. Wir spielen, weil es uns Spaß macht. Es war früher unser Hobby, jetzt ist es unser Job. Wir dürfen machen, was wir lieben."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE