news

Maier bei deutschem Total-Triumph ohne Medaille

Das österreichische Duo kann im vierten und letzten Lauf nichts wettmachen.

Maier bei deutschem Total-Triumph ohne Medaille

Österreich muss weiter auf die erste olympische Bob-Medaille seit 30 Jahren warten. Benjamin Maier und Markus Sammer müssen sich in Peking im Zweier-Bob mit Rang fünf begnügen.

Das österreichische Duo kann im vierten Run keinen Angriff auf das Podest mehr starten, aus 0,23 Sekunden Rückstand auf Bronze werden am Ende sogar 0,54 Sekunden. Auf Gold fehlen 2,23 Sekunden.

Die Medaillen-Entscheidung wird zu einem deutschen Fest. Francesco Friedrich kann mit Anschieber Thorsten Margis seinen Olympiasieg von 2018 wiederholen, Auch Silber und Bronze gehen durch Johannes Lochner/Florian Bauer (+0,49 Sek.) und Christoph Hafer/Matthias Sommer (+1,69) an Deutschland. Auch die Schweizer Michael Vogt/Sandro Michel (+1,94) liegen zwischen Maier/Sammer und einer möglichen Medaille.

Das Duo hat im Vierer-Bob ab Samstag aber noch eine Medaillenchance.

Deutsche "waren eine Macht"

"Sie waren eine Macht", sagt Anschieber Sammer in Richtung der Deutschen, die die Eiskanalbewerbe mit dem mittlerweile siebenten Gold in acht Wettkämpfen (4 Rodeln, 2 Skeleton, 2 Bob) weiter dominieren.

"Francesco und Hansi haben gezeigt, dass sie noch einmal eine Klasse für sich sind, das ist sehr verdient. Auch beim Team Hafer war das eine super fahrerische Leistung und am Start hat er sich verbessert", sagt der 27-jährige Maier. Der eigene fünfte Platz sei eine solide Leistung gewesen, für das Podium habe das Gesamtpaket nicht ganz gepasst.

Nach Platz 20 in Sotschi 2014 und Platz acht in Pyeongchang 2018 ging es für Maier bei seinen dritten Spielen noch näher an die Podestränge ran. "Man sieht im Verlauf unserer Karriere, dass eine Steigerung drinnen ist, natürlich hätten wir uns im Zweier noch den kleinen Extrasprung erhofft, aber wir können sehr zufrieden sein, wie sich die Leistung über die Jahre entwickelt hat."

Der Unterschied zu den Deutschen liege im Zweierbob beim Material, da seien diese einen Schritt voraus, zudem sei die Startleistung der zwei Topteams hervorzuheben.

In die Vierer-Konkurrenz könne man solide Fahrten mitnehmen, was eine Grundvoraussetzung sei, um vorne mitzufahren, sagt Maier. "Der Vierer ist bekanntlich unsere bessere Disziplin, am Start haben wir da den Vorteil, dass die zwei zusätzlichen Männer frisch und top motiviert sind. Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition."

Bereits für Mittwoch sind die ersten Trainings angesetzt, gefahren wird in der Besetzung Maier/Sascha Stepan/Sammer/Kristian Huber. Das sei die im Winter bewährte, erklärt Pilot Maier.

Kommentare