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SILBER für die österreichische Rodel-Staffel!

Hundertstel-Krimi! Dritte Medaille für die Rodler, dritte an diesem Tag:

SILBER für die österreichische Rodel-Staffel!

In einem Hundertstel-Krimi holt Österreichs Rodel-Staffel die dritte Medaille an diesem Tag der Olympischen Spiele in Peking und zum Abschluss der Rodel-Bewerbe das dritte Edelmetall für die ÖRV-Sportler!

Madeleine Egle, Wolfgang Kindl und Thomas Steu/Lorenz Koller rodeln zu SILBER und müssen sich nach 3:03,486 Minuten Fahrzeit nur um hauchdünne acht Hundertstelsekunden hinter den Deutschen Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Tobias Wendl/Tobias Arlt einreihen.

Bronze geht an Lettland, das mit 0,948 Sekunden Rückstand schon Respektabstand hält.

Egle und Kindl fahren sogar Laufbestzeiten, im Doppel fängt Deutschland Österreich aber noch ab. Steu/Koller passiert im Schlussteil der Bahn ein kleiner Fehler, der wohl den Unterschied ausmacht.

Medaillenspiegel>>>

Steu nach Fehler: "Ich hoffe, sie hassen mich nicht"

"Bis auf die 13er-Kurve war es ein toller Lauf, dann ist der Fehler passiert. Es tut mir leid für die Teammitglieder, aber wir haben Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Ich bin trotzdem glücklich", sagte Steu und meinte schmunzelnd: "Ich hoffe, sie hassen mich nicht."

Seine Teamkollegen quittierten diese Aussage mit lauten Lachern, Vorwürfe gab es keine. "Die Doppelsitzer hatten einen kleinen Fehler, aber es wäre trotzdem knapp geworden. Geil, dass wir eine Medaille gemacht haben", erklärte Kindl. Egle war nach eigenen Angaben "megahappy" und freute sich auf ihre baldige Rückkehr zu ihrer Familie.

Die 23-Jährige hatte im Einzel-Bewerb eine Medaille verpasst, legte diesmal aber einen starken Auftritt hin und wies sogar Geisenberger in die Schranken. "Ich habe noch den Lauf von Madeleine mitbekommen, das hat noch einmal richtig gepusht", berichtete Koller.

Prock mit drei Medaillen zufrieden

Bei ÖRV-Präsident Markus Prock überwog die Freude. "Leider hatten Steu/Koller den kleinen Rutscher, das war wahrscheinlich die entscheidende Szene. Aber wir sind happy, dass wir mit dem Speed der Deutschen mitgekommen sind. In vier Bewerben drei Medaillen zu machen, ist super", resümierte der Tiroler.

ÖRV-Chefcoach Rene Friedl sprach von einem "sehr knappen" Rennen. "Unten haben wir ein bisschen zu viel gepatzt, sonst wäre Gold drin gewesen. Aber wir brauchen uns nicht zu ärgern. Dass wir so stark mithalten, hätte ich gar nicht gedacht, doch heute war der Speed voll da."

Am Ende aber gewann wieder einmal Deutschland, womit Geisenberger Geschichte schrieb. Die 34-Jährige ist mit nun sechsmal Gold und einmal Bronze nicht nur die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin bei Olympia, sondern geschlechterübergreifend auch die siebenterfolgreichste Sportlerin der Geschichte bei Winterspielen.

Mehr Goldmedaillen haben nur die Norweger Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) mit je acht gewonnen.

Stimmen zur Silber-Medaille:

Madeleine Egle (Silbermedaillengewinnerin): "Ich bin megahappy, dass es so aufgegangen ist. Ich freue mich, dass ich endlich wieder ein bisschen durchschnaufen kann, es waren zache Wochen. Ich bin froh, wenn ich wieder daheim sein kann."

Wolfgang Kindl (Silbermedaillengewinner): "Wir haben gewusst, wenn alle ihre Leistung bringen, können wir absolut um eine Medaille mitfahren, wenn nicht sogar ganz vorne dabei sein. Die Doppelsitzer hatten einen kleinen Fehler, aber es wäre trotzdem knapp geworden. Geil, dass wir eine Medaille gemacht haben."

Thomas Steu (Silbermedaillengewinner): "Bis auf die 13er-Kurve war es ein toller Lauf, dann ist der Fehler passiert. Es tut mir leid für die Teammitglieder, aber wir haben Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Ich bin trotzdem glücklich. Ich hoffe, sie hassen mich nicht."

Lorenz Koller (Silbermedaillengewinner): "Es war eine komplette Leistung. Ich habe noch den Lauf von Madeleine mitbekommen, das hat noch einmal richtig gepusht."

Markus Prock (ÖRV-Präsident): "Leider hatten Steu/Koller den kleinen Rutscher, das war wahrscheinlich die entscheidende Szene. Aber wir sind happy, dass wir mit dem Speed der Deutschen mitgekommen sind. Wir sind stolz, dass gut gearbeitet worden ist. In vier Bewerben drei Medaillen zu machen, ist super."

Rene Friedl (ÖRV-Cheftrainer): "Es war sehr knapp. Unten haben wir ein bisschen zu viel gepatzt, sonst wäre Gold drin gewesen. Aber wir sind sehr zufrieden, haben unser Ziel erreicht, Glückwunsch an das Team. Wir brauchen uns nicht zu ärgern. Dass wir so stark mithalten, hätte ich gar nicht gedacht, aber heute war der Speed voll da."

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