Liensberger: "Die Siegerehrung war grenzwertig"

Liensberger: Foto: © GEPA
 

Die zwei Medaillen in Yanqing nimmt Katharina Liensberger nicht als selbstverständlich. Denn die aktuelle Weltcup-Saison gestaltete sich für die Vorarlbergerin schwierig.

Der so erfolgreich verlaufene Winter 2020/21 mit den WM-Titeln im Slalom und Parallelrennen sowie dem Gewinn der Slalomkugel schien wie eine Last auf ihren Schultern zu liegen. "Umso schöner ist es, dass ich wieder zurückgekommen bin. Gerade bei dem Großereignis, bei Olympia, das nur alle vier Jahre stattfindet."

Schon nach der Olympia-Silbermedaille im Slalom hat die 24-Jährige erklärt, dass es sie fertigmache, wenn die Energie nicht vorhanden sei, um ihre Ziele zu erreichen. "Manchmal will ich das überspielen und denke mir, es geht trotzdem. Aber wenn der Körper nicht mitspielt, kann man noch so viel wollen und tun, dann ist es nicht möglich." Der Körper wollte in China ein zweites Mal - im Teambewerb am Sonntag hatte sie als Siegerin in jedem ihre Duelle maßgeblich Anteil an der Goldmedaille.

"Dass ich auf diesem hohen Level performen konnte, freut mich riesig. Und zusammen mit meinen Teamkollegen da oben stehen zu können auf dem höchsten Treppchen, das es gibt, ist natürlich wunderschön. Ich glaube, es gibt nicht viel Schöneres."

Liensberger: "Vielleicht habe ich das ein bisschen unterschätzt"

Nach der schwierigen Saison mit Gold und Silber von Olympischen Spielen heimkommen zu dürfen, sei traumhaft. Sie werde ein bisschen regenerieren und dann noch einmal alles in den Weltcup-Endspurt legen. "Ich will das Jahr stark abschließen, es kommen noch ein paar wichtige Rennen, da heißt es wirklich nochmals meine Leistung zu zeigen", sagte sie nach der Siegerehrung.

Nach der so erfolgreichen Saison 2020/21 wartet Liensberger in diesem Winter noch auf einen Weltcupsieg, mehrere Verkühlungen und eine Coronainfektion brachen immer wieder ihren Rhythmus, sie kam nie in den Flow. "Die vergangene Saison war von dem, was ich gezeigt habe, auf einem Meganiveau. Vielleicht habe ich das ein bisschen unterschätzt, was dann noch alles auf mich zugekommen ist. Was es dann heißt, wieder aufs Neue so zu performen. Das ist mir am Anfang der Saison auch aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz so gelungen."

Auf die Olympischen Spiele sei von allen Seiten der Focus gerichtet gewesen. "Dass es mir da gelingt, wirklich wieder so zu fahren, wie ich mir das vorstelle, vor allem dass ich die Energie gehabt habe, das so zu zeigen, dafür bin ich unglaublich dankbar."

So leicht war dies nicht, denn die Kälte ging allen in die Knochen. "Ehrlich gesagt war es bei der Siegerehrung ein bisschen grenzwertig. Mir war so kalt."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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