FIS-Kongress bringt Weichenstellungen für Zukunft

FIS-Kongress bringt Weichenstellungen für Zukunft Foto: © GEPA
 

Am FIS-Kongress des am Mittwoch und Donnerstag in Mailand werden nicht nur die Weltmeisterschaften für 2026/27 vergeben, sondern womöglich auch gröbere Weichenstellungen für die Zukunft vorgenommen.

Der 2021 gewählte Präsident Johan Eliasch, der sich als einziger Chefposten-Kandidat der Wiederwahl stellt, stößt mit seinen Reformbestrebungen betreffend Disziplinen, Kalender und Vermarktung aber auf großen Widerstand.

Am Mittwoch tagt in Mailand das Council, gegen 19.00 Uhr sollen die Gastgeber der vier Welttitelkämpfe 2026/2027 bekanntgegeben werden. Es gibt insgesamt sieben Bewerber, ab 17.00 Uhr hat jeder zehn Minuten Zeit, sein Konzept nochmals zu präsentieren.

Den Auftakt macht Oberstdorf, für die Skiflug-WM 2026 gibt es nur diesen einen Kandidaten. Die Deutschen werden zum siebenten Mal Gastgeber dieser Medaillenentscheidungen sein.

Kein Gegner für Montafon

Ebenfalls fix scheint die Vergabe der Ski-Freestyle- und Snowboard-Weltmeisterschaften 2027 an das Montafon, das keinen Mitbewerber hat. Die erste kombinierte WM dieser zwei Sportarten fand übrigens 2015 am Kreischberg statt.

"Wir werden uns nochmals präsentieren und sind zuversichtlich, dass wir den Zuschlag bekommen", sagte ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer. Als nächstes auf der Agenda steht die Präsentation von Falun als ebenfalls einzige Bewerber für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2027.

Ein Gerangel gibt es indes für die WM der Alpinen. Crans Montana (SUI), Garmisch-Partenkirchen (GER), Narvik (NOR) und Soldeu (AND) wollen in fünf Jahren als Gastgeber in Erscheinung treten. Im Anschluss stimmt das Council über die Austragungsorte ab.

Wird FIS umbenannt?

Der Donnerstag steht im Zeichen der Generalversammlung und der Wahlen. Der schwedisch-britische Geschäftsmann Eliasch kandidiert erneut für den vor einem Jahr angetretenen Job, ÖSV-Finanzreferent Patrick Ortlieb ist der Kandidat des Österreichischen Skiverbandes für den FIS-Vorstand.

23 Kandidatinnen und Kandidaten treten für 18 Positionen an, mindestens drei Frauen müssen gewählt werden und eine gewisse Anzahl von Vertretern kleinerer Verbände. Bei dieser Wahl gelangen die neuen FIS-Statuten erstmals zur Anwendung.

Ortlieb war in der ÖSV-Präsidentenkonferenz einstimmig und als Nachfolger für Peter Schröcksnadel in der FIS nominiert worden. Nach seinem Abschied als ÖSV-Präsident war Schröcksnadel im Weltverband zu einem der vier Vizepräsidenten aufgestiegen.

Für ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober soll es statt in die FIS ins ÖOC gehen, sie wird für die Vorstands-Wahlen beim Österreichischen Olympischen Comité nominiert.

Diskutiert werden soll auch der Vorschlag, die FIS in "International Ski and Snowboard Federation" umzubenennen. Zudem muss der alpine Ski-Weltcupkalender erst abgesegnet werden, in den anderen Sparten liegt dieser bereits vor.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang »

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