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Der Ski-Weltcup verliert einen Traditionsort

Nach über 40 Jahren finden 2023 die vorerst letzten Rennen in Lake Louise statt.

Der Ski-Weltcup verliert einen Traditionsort

Für die Speed-Asse bildete Lake Louise jahrelang den Auftakt in die Ski-Weltcup-Saison.

Im Skigebiet im Banff-Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains finden seit über 40 Jahren Weltcup-Rennen statt. Bei der ersten Abfahrt 1980 landeten mit Harti Weirather und Werner Grissmann auf den Plätzen zwei und drei hinter dem Italiener Herbert Plank zwei Österreicher auf dem Podest.

In der kommenden Saison werden zum vorerst letzten Mal Weltcup-Rennen in Lake Louise ausgetragen. Einen Bericht der "Tiroler Tageszeitung", wonach die Kanadier kein Interesse mehr am Weltcup haben, bestätigt ÖSV-Alpinchef Herbert Mandl gegenüber LAOLA1.

"Das ist so auch von der FIS bestätigt. Lake Louise bekommt heuer noch ein Rennen dazu bei den Herren, aber es wird insgesamt dann nicht mehr im Kalender aufscheinen", erklärt Mandl.

Hintergrund des Rückzugs könnten Diskrepanzen um die Sperrung des Skigebietes im Banff-Nationalpark sowie finanzielle Aspekte sein.

Mandl hofft auf einen Ersatz-Weltcuport in Kanada, da Nordamerika "sicher weiter Bestandteil des Kalenders" sein wird. "Ich denke schon, dass sich Kanada mit anderen Gebieten wie etwa Panorama ins Zeug legen wird, damit sie weiterhin einen Weltcup ausrichten", so der ÖSV-Alpinchef.

In der anstehenden Weltcup-Saison gastieren sowohl die Frauen als auch die Männer - ein letztes Mal - in Lake Louise. Für die Herren stehen von 25. bis 27. November eine Abfahrt und zwei Super-G auf dem Programm, die Frauen bestreiten von 2. bis 4. Dezember zwei Abfahrten und einen Super-G.

In der Vorsaison feierten Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr in der Abfahrt einen Doppelsieg.

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